Polikarpow I-185, sowjetisches Jagdflugzeug II. WK
Die Entwicklungsarbeiten am Jagdflugzeug I-185 begannen im Konstruktionsbüro von N. N. Polikarpow Anfang 1940. Während die grundlegende Tragflächengeometrie sowie die Ganzmetallkonstruktion des Flügels mit Duraluminiumbeplankung und 15,53 m² Fläche im gesamten Entwicklungsverlauf unverändert blieben, wurden die übrigen Baugruppen bei den einzelnen Prototypen grundlegend überarbeitet. Je nach Ausführung wechselten die Sternmotor-Installationen, die Rumpflänge, die Zusammensetzung der Bordwaffen und einzelne Details der Flugzeugzelle.
Im Frühjahr 1942 stellte das Konstruktionsbüro das sogenannte Etalon (Serien-Referenzmuster) fertig, ausgerüstet mit dem Doppelsternmotor Schwezow M-71 und drei synchronisierten 20-mm-Maschinenkanonen. Der Erstflug dieser Maschine erfolgte am 10. Juni 1942. Die Werkerprobung dauerte von Juni bis Oktober 1942 an, woraufhin von November 1942 bis Januar 1943 die staatliche Erprobung am NII WWS stattfand. Zeitgleich, im Zeitraum vom 9. Dezember 1942 bis zum 12. Januar 1943, absolvierten die Erprobungsmuster die Truppenerprobung unter Einsatzbedingungen an der Kalinin-Front.
In den Prüfberichten des Instituts wurde festgehalten, dass die I-185 den zeitgenössischen Frontjägern in den Flugleistungen deutlich überlegen war. Trotz der hohen Flächenbelastung von 240 kg/m² erwiesen sich die Flugeigenschaften als gutmütig, sodass das Flugzeug auch von Piloten mit durchschnittlichem Ausbildungsstand sicher beherrscht werden konnte. Das Muster erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 680 km/h in 6.100 m Höhe (sowie 600 km/h in Bodennähe auf Notleistung), besaß eine Anfangssteigrate von 20 m/s, eine hohe Wendigkeit und eine für ein Jagdflugzeug beachtliche Bombenzuladung.
Im November 1942 wurde die I-185 offiziell für den Serienbau empfohlen. Der Übernahme in die Großserie standen jedoch erhebliche Rüstungsengpässe entgegen: Für das Triebwerk M-71 existierte keine gesicherte Serienfertigung, es fehlte an freien Montagekapazitäten in den Flugzeugwerken und Flugzeugduraluminium war im Land äußerst knapp. Die Fertigungspriorität lag auf der bereits in Großserie stehenden Lawotschkin La-5 in Holzbauweise, die bestehende Fertigungsstraßen der LaGG-3 nutzte und kein Duraluminium beanspruchte. Da der gesamte Ausstoß der bewährten M-82-Motoren für bereits laufende Serienbauten gebunden war, schied auch eine Serienfertigung der I-185 mit dem M-82 aus.
Das endgültige Aus für das Programm besiegelte die Katastrophe vom 5. April 1943. Während der Vorbereitung zu Reichweitenflügen kam es am zweiten Erprobungsträger (W.Nr. 6202) infolge einer verstopften Vergaserhauptdüse zum abrupten Ausfall des M-71-Triebwerks. Beim Absturz kam Testpilot Wassili Stepantschenok ums Leben. Vor dem Hintergrund der bestehenden Fertigungsschwierigkeiten beendete dieser Unfall die weiteren Bemühungen um das Flugzeug; die I-185 ging nicht mehr in Serie.
Technische Daten der Polikarpow I-185 (Etalon M-71)
- Baujahr – 1942
- Länge – 8,05 m
- Spannweite – 9,80 m
- Flügelfläche – 15,53 m²
- Antrieb – 1 × Doppelsternmotor Schwezow M-71 mit 1.625 PS (Startleistung 2.000 PS)
- Höchstgeschwindigkeit – 680 km/h
- Landegeschwindigkeit – 150 km/h
- Bewaffnung – 3 × 20-mm-Maschinenkanonen SchWAK-20 (synchronisiert), 4 × 100-kg-Bomben an Außenstationen (bis zu 500 kg Bombenlast bei Überlast)
- Produkttyp:
- Modellbausatz
- Zustand:
- Neu
- Maßstab:
- 1:72
- Hersteller:
- Art Model
- Artikelnummer:
- AM 7206
- Herkunftsland:
- Ukraine
- Modelltyp:
- Multimedia
- Maße:
- 14 × 12 cm
- Inhalt:
- Kunststoffteile, Klarsichtteile, Resinteile, Decals, Anleitung, Karton
- Teileanzahl:
- 36 Teile
- Bemalungsvarianten:
- 1
- Nationalität:
- UdSSR
- Epoche:
- Zweiter Weltkrieg (1939–1945), Deutsch-Sowjetischer Krieg (1941–1945)
- Schwierigkeitsgrad:
- 4/5 Könner


