Art Model

Art Model AM 7203 Jakowlew Jak-36 „Freehand“, sowjetisches experimentelles VTOL-Flugzeug

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Produkttyp: Modellbausatz
Hersteller: Art Model
Artikelnummer: AM 7203
Maßstab: 1:72

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Jakowlew Jak-36 „Freehand“, sowjetisches experimentelles VTOL-Flugzeug

Ende der 1950er-Jahre wandte sich das von Alexander Jakowlew geleitete Konstruktionsbüro OKB-115 der Erforschung von Senkrechtstarter-Konzepten (VTOL) zu. Maßgebliche Impulse für die praktische Umsetzung lieferten die britischen Experimentalflugzeuge Short SC.1 und Hawker P.1127, deren Flugvorführungen Jakowlew auf der Luftfahrtmesse in Farnborough persönlich beobachtet hatte. Daraufhin wurde 1961 der Bau eines reinen Technologie-Demonstrators autorisiert.

Die Antriebsanlage bestand aus zwei R-27-300-Strahltriebwerken mit schwenkbaren Schubdüsen, die eine Umlenkung des Schubvektors um 90 Grad ermöglichten. Da klassische aerodynamische Steuerflächen im Schwebeflug wirkungslos bleiben, erfolgte die Flugsteuerung im niedrigen Geschwindigkeitsbereich über ein System von Reaktionsdüsen. Diese waren an einem weit nach vorn ragenden Bugausleger sowie im Heckkonus platziert. Um die gefährliche Heißgasrezirkulation in die Lufteinlässe zu unterbinden, installierte man unter dem Rumpf ausfahrbare Schutzschilde. Die gedrängte Anordnung der Triebwerksanlage bedingte die Wahl eines Tandemfahrwerks mit einfach bereiftem Bug- und zwillingsbereiftem Hauptfahrwerk. Die unter den Tragflächen angebrachten Stützräder fuhren nach hinten in strömungsgünstige Verkleidungen ein.

Insgesamt stellte das Werk Nr. 115 vier Flugzeugzellen her: eine Bruchzelle für statische Belastungstests sowie drei flugfähige Prototypen (Bordnummern 36, 37 und 38). Die Schwebeflugerprobung lief 1963 an. Zur Überprüfung der grundlegenden aerodynamischen Stabilität absolvierte Testpilot Walentin Muchin am 27. Juli 1964 mit der Maschine Nr. 38 den ersten konventionellen Flug, der einen regulären Start- und Landeanlauf auf der Piste einschloss. Das vollständige VTOL-Flugprofil – beginnend mit dem senkrechten Abheben, über die Transition in den aerodynamischen Vorwärtsflug bis hin zur vertikalen Landung – konnte erst 1966 erfolgreich gemeistert werden.

Einer breiten Öffentlichkeit präsentierte sich die Maschine erstmals im Juli 1967 auf der Luftfahrtparade in Domodedowo. Während für das Flugtraining die Maschine Nr. 37 diente, bestritt die mit Attrappen von UB-16-Raketenbehältern an den Unterflügelstationen ausgerüstete Nr. 38 das offizielle Schauprogramm. Die Enthüllung eines sowjetischen strahlgetriebenen VTOL-Flugzeugs traf die westlichen Geheimdienste völlig unvorbereitet und führte zur umgehenden Vergabe des NATO-Codenamens „Freehand“. Obgleich gravierende Einschränkungen bei Nutzlast und Reichweite in Verbindung mit kritischen Flugeigenschaften während der Transition eine operative Indienststellung ausschlossen, lieferte das Testprogramm der Jak-36 unschätzbare aerodynamische Basisdaten. Diese bildeten das unverzichtbare Fundament für die spätere Entwicklung des serienmäßigen trägergestützten Schlachtflugzeugs Jak-38.

Bemalungsvarianten:

  • Roter Stern mit roter Umrandung der sowjetischen Luftstreitkräfte
    Jakowlew Jak-36 (Erzeugnis W-1), „Gelbe 36“ (rot?), erster flugfähiger Prototyp, 1963–1964
  • Roter Stern mit roter Umrandung der sowjetischen Luftstreitkräfte
    Jakowlew Jak-36 (Erzeugnis W-3), „Gelbe 37“ (rot?), beschädigt während der Probe für die Luftparade in Domodedowo, 7.–8. Juli 1967
  • Roter Stern mit roter Umrandung der sowjetischen Luftstreitkräfte
    Jakowlew Jak-36 (Erzeugnis W-4), „Gelbe 38“ (rot?), Teilnehmer der Luftparade in Domodedowo, 9. Juli 1967
Produkttyp:
Modellbausatz
Zustand:
Neu
Maßstab:
1:72
Hersteller:
Art Model
Artikelnummer:
AM 7203
Herkunftsland:
Ukraine
Modelltyp:
Multimedia
Maße:
14 × 23 × 6 cm
Inhalt:
Kunststoffteile, Klarsichtteile, Resinteile, Decals, Anleitung, Karton
Teileanzahl:
51 Teile
Bemalungsvarianten:
3
Nationalität:
UdSSR
Epoche:
Kalter Krieg (1946–1991)
Schwierigkeitsgrad:
4/5 Könner