Anmerkung: Raritärer, nicht mehr produzierter Bausatz. Diese Edition stellt eine tiefgreifende Überarbeitung der ursprünglichen Pavla-Formen dar: Sie zeichnet sich durch verbesserte Details, eine spritzgegossene Kabinenhaube sowie fein ausgeführte Resinteile aus.
Airspeed Oxford T.1 „Marine“, britisches zweimotoriges Flugzeug
Die Airspeed Oxford, von den Flugbesatzungen liebevoll „Ox-box“ genannt (ein Wortspiel aus der Namensabkürzung und dem englischen Wort box für „Kasten“, was auf die geräumige, kastenförmige Kabine anspielte), bildete als Schulflugzeug das Rückgrat der Ausbildung des RAF Bomber Command. Ihre durchdachte Konstruktion ermöglichte die gleichzeitige Schulung von Piloten, Navigatoren, Bombenschützen, Bordschützen und Funkern auf einem einzigen Flug. Neben dieser primären Ausbildungsrolle wurde die Oxford im Nahen Osten auch für Verbindungsaufgaben, U-Boot-Patrouillen sowie als Ambulanzflugzeug eingesetzt.
Sie entwickelte sich zum Standard-Schulflugzeug für das Empire Air Training Scheme (EATS) und den British Commonwealth Air Training Plan (BCATP) – Programme, in deren Rahmen Tausende angehende Flugzeugbesatzungen zur Ausbildung nach Kanada verlegt wurden. Anfang 1941 waren 27 Oxfords bei der No. 4 Flying Training School auf dem RAF-Stützpunkt Habbaniya im Irak stationiert. Im Zuge der dortigen Kampfhandlungen wurden einige dieser Maschinen feldmäßig zu leichten Bombern umgerüstet und leisteten einen entscheidenden Beitrag zur Verteidigung des Stützpunktes gegen angreifende irakische Streitkräfte.
Ein tragisches Kapitel in der Geschichte des Flugzeugs ereignete sich 1941, als die Flugpionierin Amy Johnson am Steuer einer Oxford spurlos verschwand; es wird vermutet, dass ihre Maschine über der Themsemündung abstürzte.
In der Nachkriegszeit wurden 152 überschüssige Oxfords zu kompakten, sechssitzigen Verkehrsflugzeugen vom Typ AS.65 Consul umgebaut. Darüber hinaus erwarb die griechische Luftwaffe einige Exemplare, die später während des Griechischen Bürgerkriegs bei der 355. Staffel der RHAF zum aktiven Einsatz kamen.
Aus technischer Sicht wies das Cockpit der Oxford eine bemerkenswerte Eigenheit auf. Obwohl die Maschine mit Holz- oder Fairey-Reed-Metallpropellern mit fester Steigung ausgestattet war, verfügte sie über einen voll funktionsfähigen Verstellhebel für die Propellersteigung. Die Fluglehrer bestanden strikt darauf, dass die Flugschüler diesen Hebel bei der Landung von „großer Steigung“ auf „kleine Steigung“ umstellten. Dies diente ausschließlich dazu, das Muskelgedächtnis auszubilden und wichtige Verfahrensabläufe für den späteren Umstieg auf komplexere Einsatzflugzeuge zu verinnerlichen.
Die Oxford blieb bei der Royal Air Force als Schul- und leichtes Transportflugzeug im aktiven Dienst, bis sie 1956 endgültig ausgemustert wurde. Zahlreiche Maschinen fanden zudem weitere Verwendung bei ausländischen Streitkräften, darunter auch bei der belgischen Luftwaffe.
- Produkttyp:
- Modellbausatz
- Zustand:
- Gebraucht
- Maßstab:
- 1:72
- Hersteller:
- AZ Model
- Artikelnummer:
- 7385
- Herkunftsland:
- Tschechien
- Modelltyp:
- Multimedia
- Maße:
- 23 × 15 cm
- Inhalt:
- Kunststoffteile, Klarsichtteile, Resinteile, Decals, Anleitung, Karton
- Teileanzahl:
- 85 Teile
- Bemalungsvarianten:
- 3
- Nationalität:
- Großbritannien, Niederlande
- Epoche:
- Zweiter Weltkrieg (1939–1945), Kalter Krieg (1946–1991)
- Schwierigkeitsgrad:
- 4/5 Könner






