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Arcus E2094 Wehrmacht: Fall Achse

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Produkttyp: Farbset
Hersteller: Arcus
Artikelnummer: E2094
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Wehrmacht: Fall Achse

Als Benito Mussolini im Sommer 1943 gestürzt wurde, machte man sich in Berlin hinsichtlich der neuen italienischen Regierung keinerlei Illusionen: Deren Treueschwüre wurden umgehend als bloßes Verzögerungsmanöver entlarvt. Das Oberkommando der Wehrmacht hatte jedoch für den Fall eines Abfalls des Bündnispartners bereits detaillierte Pläne ausgearbeitet. Sobald die Kapitulation Roms offiziell verkündet wurde, löste die Wehrmacht blitzartig den „Fall Achse“ aus. Ursprünglich trug die strategische Weisung den Decknamen „Fall Alarich“ – eine unmissverständliche Anspielung auf den westgotischen König, der Rom im Jahre 410 geplündert hatte. Aus Gründen der operativen Geheimhaltung wurde diese vielsagende Bezeichnung durch den neutraleren „Fall Achse“ ersetzt, womit Berlin die massenhafte Entwaffnung des einstigen Verbündeten zynisch als notwendige Maßnahme zur Wahrung der Stabilität ebendieses namensgebenden Bündnisblocks deklarierte.

Das italienische Heer war zu diesem Zeitpunkt vollkommen paralysiert. Die Flucht des Königs und der obersten Führungsebene aus der Hauptstadt hinterließ ein massives Befehlsvakuum. Die Truppen im Feld erhielten widersprüchliche oder oftmals gar keine Weisungen. Zu erbitterten, aber isolierten Gefechten kam es lediglich dort, wo örtliche Kommandeure eigenmächtig die Initiative ergriffen – insbesondere auf den Vormarschwegen nach Rom. Die überwiegende Mehrheit der Garnisonen streckte jedoch kampflos die Waffen. Innerhalb weniger Tage entwaffneten und internierten deutsche Verbände über eine Million italienischer Soldaten und brachten Nord- und Mittelitalien rasch unter ihre Kontrolle.

Dort, wo dennoch bewaffneter Widerstand zu erwarten war, setzten die Deutschen auf eine erdrückende Machtdemonstration, um verlustreiche Häuserkämpfe von vornherein zu unterbinden. Schwere Panzerkolonnen wurden gezielt im Parademarsch durch die Zentren der Großstädte geleitet: So fuhr die 1. SS-Panzer-Division „Leibstandarte“ am Mailänder Dom vorbei, während Kampfgruppen der 3. Panzergrenadier-Division Stellungen rund um das römische Kolosseum bezogen. Dieses von den Propagandakompanien der Wehrmacht ausgiebig dokumentierte Zurschaustellen gepanzerter Macht zielte darauf ab, jeden italienischen Widerstandswillen zu brechen, noch bevor der erste Schuss fallen konnte.

Gemäß der Heeresmitteilung 1943, Nr. 181 vom 18. Februar 1943 verließ zu dieser Phase des Krieges sämtliches Panzergerät die Werkhallen mit einem werksseitigen Grundanstrich in Dunkelgelb. Die zusätzlichen Tarnfarben Olivgrün und Rotbraun wurden den Fronttruppen als hochkonzentrierte Pigmentpasten geliefert. Im Feldeinsatz verdünnten Panzerbesatzungen und Instandsetzungsdienste diese Pasten mit den jeweils verfügbaren Lösungsmitteln: Benzin, Wasser oder gar Altöl. Der Tarnanstrich wurde mittels Kompressor und Druckluft-Spritzpistole aufgetragen; fehlte das pneumatische Gerät, behalf man sich schlicht mit herkömmlichen Pinseln. Infolgedessen wies die Tarnbemalung der deutschen Panzertechnik im Sommer und Herbst 1943 eine immense Vielfalt auf, die von akkurat aufgesprühten, weich auslaufenden Tarnlinien und Flecken bis hin zu groben, wuchtigen Pinselstrichen reichte.

Farben im Set:

222

Haupttarnfarbe für deutsche Panzerfahrzeuge vom Frühjahr 1943 bis Ende 1944.

204

Olivgrüne Tarnfarbe, verwendet für Tarnflecken und Sprenkelungen.

210

Gelegentlich für Tarnflecken verwendete matte rotbraune Grundierung für deutsche Panzerfahrzeuge.

209

Dunkelbraune Farbe, die für Tarnflecken auf deutschen Panzerfahrzeugen verwendet wurde.

218

Elfenbeinfarbe, die für die Innenflächen deutscher Panzerfahrzeuge und Selbstfahrlafetten verwendet wurde. Farbe des oberen Teils des Kampfraumes.

220

Graugrüne Farbe für die Innenflächen deutscher Panzerfahrzeuge, die für den unteren Teil des Kampfraumes verwendet wurde. Ebenfalls die Farbe der deutschen Infanterieuniformen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Passend für Modelle:

Pz.Kpfw. II Ausf. L „Luchs“ (Sd.Kfz. 123), Pz.Kpfw. III (Sd.Kfz. 141), Pz.Kpfw. IV (Sd.Kfz. 161), Pz.Kpfw. V „Panther“ (Sd.Kfz. 171), Pz.Kpfw. VI Ausf. E „Tiger I“ (Sd.Kfz. 181), Pz.Kpfw. VI Ausf. B „Tiger II / Königstiger“ (Sd.Kfz. 182), StuG III (Sd.Kfz. 142 / 142/1), StuG IV (Sd.Kfz. 167), Sturmpanzer IV „Brummbär“ (Sd.Kfz. 166), Sturmmörser „Sturmtiger“, Panzerjäger „Marder II“ (Sd.Kfz. 131), Panzerjäger „Marder III“ (Sd.Kfz. 138 / 139), Panzerjäger III/IV „Nashorn“ (Sd.Kfz. 164), Jagdpanzer 38(t) „Hetzer“ (Sd.Kfz. 138/2), Jagdpanzer IV (Sd.Kfz. 162), Jagdpanther (Sd.Kfz. 173), Jagdtiger (Sd.Kfz. 186), Panzerjäger Tiger (P) „Ferdinand / Elefant“ (Sd.Kfz. 184), Geschützwagen II „Wespe“ (Sd.Kfz. 124), Geschützwagen 38(t) „Grille“ (Sd.Kfz. 138/1), Geschützwagen III/IV „Hummel“ (Sd.Kfz. 165), Panzerwerfer 42 (Sd.Kfz. 4/1), Flakpanzer 38(t) (Sd.Kfz. 140), Flakpanzer IV „Möbelwagen“ (Sd.Kfz. 161/3), Flakpanzer IV „Wirbelwind“ (Sd.Kfz. 161/4), Flakpanzer IV „Ostwind“ (Sd.Kfz. 161/3), Sd.Kfz. 221, Sd.Kfz. 222, Sd.Kfz. 231, Sd.Kfz. 232, Sd.Kfz. 234, Sd.Kfz. 247, Sd.Kfz. 250, Sd.Kfz. 251, Sd.Kfz. 2 „Kettenkrad“, Sd.Kfz. 3 „Maultier“, Sd.Kfz. 7, Sd.Kfz. 9 „FAMO“, Sd.Kfz. 10, Sd.Kfz. 11, Raupenschlepper Ost (RSO), Bergepanther (Sd.Kfz. 179), Goliath (Sd.Kfz. 302 / 303), Borgward IV (Sd.Kfz. 301), BMW R75, Zündapp KS 750, VW Typ 82 „Kübelwagen“, VW Typ 166 „Schwimmwagen“, Horch 108, Steyr 1500, Leichter Funkkraftwagen (Kfz. 15), Mittlerer Funkkraftwagen (Kfz. 17), Opel Blitz, Ford V3000S, Mercedes-Benz L3000, 2-cm-Flak 38, 3,7-cm-Flak 37 / 43, 8,8-cm-Flak 18 / 36 / 37, 7,5-cm-Pak 40, 8,8-cm-Pak 43 / 43/41, 10,5-cm-leichte Feldhaubitze 18, 15-cm-schwere Feldhaubitze 18, 15-cm-Nebelwerfer 41, 21-cm-Nebelwerfer 42 usw.

Produkttyp:
Farbset
Zustand:
Neu
Hersteller:
Arcus
Artikelnummer:
E2094, A2094
Herkunftsland:
Ukraine
Inhalt:
6 × 10 ml
Finish:
Halbglänzend
Farbtyp:
Emaille, Acryl
Inhalt:
Farbfläschchen (6 stk.), Karton
Nationalität:
Deutschland
Epoche:
Zweiter Weltkrieg (1939–1945)