Luftwaffe: Reichsverteidigung
Nach den durchschlagenden Erfolgen der ersten Kriegsjahre kam die deutsche Offensive zum Erliegen. Die Niederlage in der Luftschlacht um England, die Stationierung der strategischen US-Luftwaffe auf den Britischen Inseln und der Beginn der amerikanischen Bombenangriffe im Januar 1943 zwangen die Luftwaffe, sich vollständig auf die Verteidigung des eigenen Luftraums zu konzentrieren. Die Tagesangriffe häuften sich und wuchsen schließlich zu massiven Operationen heran. Der größte dieser Angriffe fand am 24. Dezember 1944 statt. Um die deutsche Logistik während der Ardennenoffensive lahmzulegen, entsandte die 8. US-Luftflotte 2.034 schwere Bomber der Typen B-17 und B-24, eskortiert von fast tausend Jagdflugzeugen. Der Luftkrieg hatte sich endgültig in den Himmel über dem Reich verlagert.
Beim Abfangen solch gewaltiger Armaden, bei denen ganze Jagdgeschwader gleichzeitig aufstiegen, fiel es den Piloten nach einem Angriff äußerst schwer, ihre Staffeln wieder zu sammeln. Die Flieger des JG 1 gehörten zu den ersten, die dieses Problem angingen, indem sie die Motorhauben ihrer Fw 190 mit auffälligen karierten und gestreiften Markierungen versahen. Diese Initiative wurde jedoch rasch wieder verworfen. Bestimmte Einheiten, die die optisch ähnliche amerikanische P-47 Thunderbolt flogen und Begleitschutzmissionen von Stützpunkten in Süditalien aus durchführten (das zuvor von faschistischen italienischen Truppen und der Wehrmacht befreit worden war), wiesen ebenfalls karierte Motorhauben auf. Ein anschließender Versuch, die Seitenleitwerke komplett weiß zu streichen, erwies sich aufgrund der rasch wachsenden Zahl von Einheiten der Reichsverteidigung ebenfalls als wirkungslos.
Als Alternative brachte man breite farbige Bänder an den Flugzeugrümpfen an. Da es jedoch an einem zentralisierten System mangelte, wählten die einzelnen Geschwader die Farben nach eigenem Ermessen, wobei sie eine starke Vorliebe für rote oder braunrote Farbtöne zeigten. Anstatt die Identifizierung zu erleichtern, stiftete dies noch größere Verwirrung, sodass es während des Fluges nahezu unmöglich wurde, die Einheit eines Flugzeugs optisch zu erkennen. Ein strenges System von Rumpfbändern wurde erst Ende 1944 eingeführt, das jedem Geschwader offiziell eine einzigartige Farbe oder eine bestimmte Streifenfolge zuwies. Die historische Ironie bestand darin, dass diese Markierungen in dem Moment, als sie endlich standardisiert waren, faktisch wieder aufgegeben wurden – im Chaos der letzten Kriegsmonate ließ man solche Erkennungselemente bei neu produzierten Flugzeugen häufig weg.
Passend für Modelle:
Focke-Wulf Fw 190 Würger, Focke-Wulf Ta 152, Messerschmitt Bf 109, Messerschmitt Bf 110, Messerschmitt Me 210, Messerschmitt Me 262 Schwalbe, Messerschmitt Me 410 Hornisse usw.
- Produkttyp:
- Farbset
- Zustand:
- Neu
- Hersteller:
- Arcus
- Artikelnummer:
- E2019, A2019
- Herkunftsland:
- Ukraine
- Inhalt:
- 6 × 10 ml
- Finish:
- Halbglänzend
- Farbtyp:
- Emaille, Acryl
- Inhalt:
- Farbfläschchen (6 stk.), Karton
- Nationalität:
- Deutschland
- Epoche:
- Zweiter Weltkrieg (1939–1945)

