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Dragon 5010 Dornier Do 335B-6 „Pfeil“, deutscher Nachtjäger II. WK

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Produkttyp: Modellbausatz
Hersteller: Dragon
Artikelnummer: 5010
Maßstab: 1:72

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Anmerkung: Ein wirklich cooler Bausatz. Obwohl die Formen bereits aus dem Jahr 1992 stammen, war die Do 335 von Dragon ihrer Zeit voraus und kann beim Detaillierungsgrad noch heute mit vielen modernen Entwicklungen mithalten. Darüber hinaus hat sich seit 1992 kein Hersteller mehr an ein neues Modell des „Pfeils“ im Maßstab 1:72 herangewagt. Das Modell ist in einem guten Zustand, alle Bauteile befinden sich noch an den Gussästen. Das Decalblatt ist jedoch altersbedingt etwas vergilbt und erfordert Vorsicht bei der Verarbeitung. Der Karton weist Abrieb und Lagerspuren auf.

Dornier Do 335B-6 „Pfeil“, deutscher Nachtjäger II. WK

Die Dornier Do 335 war ein deutsches schweres Mehrzweckkampfflugzeug aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges, dessen prägendes Merkmal die Tandemanordnung der Triebwerke in der Rumpflängsachse war. Der vordere Motor trieb eine konventionelle Zugluftschraube im Bug an, während das zweite, im Mittelrumpf untergebrachte Triebwerk über eine lange Fernwelle die Druckluftschraube hinter dem kreuzförmigen Leitwerk in Drehung versetzte. Dieser Mittellinienantrieb verdoppelte die Motorleistung, ohne die geringe Stirnfläche eines herkömmlichen einmotorigen Jägers zu vergrößern. Zugleich blieb der Schub auch beim Ausfall eines Motors symmetrisch, sodass kein gefährliches Giermoment um die Hochachse auftrat. Um beim Notausstieg das Risiko einer Berührung mit der Heckluftschraube auszuschließen, erhielt das Flugzeug eine Druckluft-Schleudersitzanlage; vor dem Ausschuss wurden das obere Seitenleitwerk samt Seitenruder sowie die Heckluftschraube pyrotechnisch abgesprengt.

Den Antrieb eines Heckpropellers über eine Fernwelle hatte sich Claude Dornier bereits 1937 patentieren lassen. Die aerodynamische und mechanische Funktionsfähigkeit dieses Konzepts wurde in den Jahren 1939 bis 1940 mit dem verkleinerten Versuchsmuster Göppingen Gö 9 im Flugversuch erprobt. Gestützt auf diese Ergebnisse reichte Dornier im Mai 1942 den Projektentwurf Do P.231 beim Technischen Amt des Reichsluftfahrtministeriums (RLM) ein und gewann die Ausschreibung für einen einsitzigen Schnellbomber. Das Vorhaben erhielt die amtliche Bezeichnung Do 335, doch schon im Herbst desselben Jahres änderte das RLM die Vorgaben zugunsten eines schweren Mehrzweckjägers und Jagdbombers.

Der Erstflug des ersten Prototyps Do 335 V1 erfolgte am 26. Oktober 1943 mit Testpilot Hans Dieterle am Steuer. Für die Werk- und Truppenerprobung stellte das Werk 1944 eine Nullserie von zehn Vorserienmaschinen Do 335 A-0 her; insgesamt entstanden bis zum Kriegsende über zwanzig Versuchs- und Vorserienflugzeuge. Danach begann die Serienfertigung der einsitzigen Jagdbomberausführung Do 335 A-1. Der Vormarsch der US-Truppen sowie massive Störungen der Zulieferindustrie führten jedoch dazu, dass vor der Besetzung des Werkes Oberpfaffenhofen Ende April 1945 lediglich elf Serienmaschinen fertiggestellt werden konnten. Parallel dazu lief die Entwicklung spezialisierter Einsatzvarianten. Bis zur Einstellung der Kampfhandlungen wurden zwei zweisitzige Schulflugzeuge Do 335 A-12 mit Tandemcockpit fertig montiert (ergänzt durch einige aus A-0-Zellen umgebaute A-11). Die schwere Zerstörervariante B-2 entstand in zwei fliegenden Prototypen mit zusätzlichen MK-103-Flächenkanonen, während die zweisitzigen Nachtjäger Do 335 B-6 mit Funkmessgerät auf den Bauhellingen unvollendet blieben.

In der Nomenklatur der Luftwaffe war für die einsitzigen Einsatzmaschinen der offizielle Name „Pfeil“ festgelegt. Bei den zweisitzigen Schulvarianten führte der markante Kanzelaufbau für den Fluglehrer rasch zu dem geläufigen Spitznamen „Ameisenbär“.

Technische Daten der Dornier Do 335

  • Länge – 13,85 m
  • Spannweite – 13,80 m
  • Höhe – 5,00 m
  • Normale Startmasse – 8.700 kg
  • Antrieb – 2 × flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-Motoren Daimler-Benz DB 603A mit je 1.750 PS
  • Höchstgeschwindigkeit – 775 km/h
  • Dienstgipfelhöhe – 11.400 m
  • Besatzung – 1
  • Bewaffnung – 1 × 30-mm-Maschinenkanone MK 103, 2 × 20-mm-Maschinenkanonen MG 151/20, 1 × 500-kg
  • Bombe oder 2 × 250-kg-Bomben

Bemalungsvarianten:

  • Balkenkreuz in schwarzen Winkeln
    Dornier Do 335B-6, „G9+MS“, 8./NJG 1, Deutschland, 1945 (fiktive Markierung)
Produkttyp:
Modellbausatz
Zustand:
Gebraucht
Maßstab:
1:72
Hersteller:
Dragon
Artikelnummer:
5010
Herkunftsland:
Hongkong
Modelltyp:
Spritzguss
Maße:
19 × 19 × 7 cm
Inhalt:
Kunststoffteile, Klarsichtteile, Anleitung, Fotoätzteile, Decals, Karton
Teileanzahl:
160 Teile
Bemalungsvarianten:
1
Nationalität:
Deutschland
Epoche:
Zweiter Weltkrieg (1939–1945)
Schwierigkeitsgrad:
4/5 Könner