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Arcus E2003 Luftwaffe: Ta 152 des JG 301

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Produkttyp: Farbset
Hersteller: Arcus
Artikelnummer: E2003

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Farbtyp

Anmerkung: Dieses Set eignet sich für die Lackierung von Jagdflugzeugen der Typen Fw 190 und Ta 152 mit dem gelb-roten Reichsverteidigungsband des JG 301 aus der Endphase des Zweiten Weltkriegs. Um der hitzigen Debatte um den Farbton 83 zuvorzukommen, sind wir uns bewusst, dass RLM 83 einigen Studien zufolge ein Blau für maritime Tarnschemata gewesen sein könnte, während die späten Dunkelgrüntöne auf den Jagdflugzeugen in Wirklichkeit Variationen von RLM 81 gewesen sein könnten.

Luftwaffe: Ta 152 des JG 301

Anfang 1945 hatte sich der Luftkrieg endgültig über das Reichsgebiet verlagert. Das Jagdgeschwader 301, einst zur nächtlichen Bekämpfung des britischen Bomber Command aufgestellt, war nun vollständig zu Tageinsätzen übergegangen. Der Verband sah sich einem Zweifrontenkrieg ausgesetzt: Im Westen und Süden galt es, die Einflüge der 8. und 15. US-Luftflotte abzufangen, während im Osten die taktischen Fliegerkräfte der Roten Armee bekämpft werden mussten.

Das Rückgrat des Geschwaders bildeten Ende 1944 die Focke-Wulf Fw 190 der Baureihen A-8 und A-9. Mit ihrer starken Panzerung und der massiven Rohrwaffenbestückung eigneten sich diese Maschinen hervorragend dazu, die dichten Bomberpulks der einfliegenden B-17 und B-24 aufzusprengen. Die schwere Auslegung erwies sich im Luftkampf gegen die alliierten Begleitjäger jedoch als entscheidender Nachteil. Gegenüber der P-51 Mustang geriet die Fw 190A in puncto Geschwindigkeit und horizontaler Wendigkeit rasch ins Hintertreffen; ab 8.000 Metern Höhe diktierte die P-47 Thunderbolt dank ihres Turboladers das Geschehen. Erst der Zulauf der Fw 190D mit dem Jumo-213-Reihenmotor Anfang 1945 brachte eine taktische Aufwertung. Zwar büßte die „Dora“ in Bodennähe etwas von der Wendigkeit der Sternmotor-Varianten ein, bot dafür jedoch eine weitaus höhere Spitzengeschwindigkeit und eine überlegene Energieerhaltung in der Vertikalen.

Ende Januar 1945 rüstete der Stab/JG 301 schließlich als erste Fronteinheit auf Kurt Tanks neuen Höhenabfangjäger Ta 152H um. Obwohl das Muster mit seinen vierzehn Metern Spannweite vornehmlich für Luftkämpfe in der Stratosphäre konzipiert war, bewiesen die Piloten beim Schutz der eigenen Fliegerhorste rasch, dass die Zelle auch in mittleren und unteren Höhen hervorragende Flugeigenschaften besaß. Den ersten Feindflug verzeichnete das Muster am 8. Februar 1945. Wenig später, am 21. Februar, gelang Oberfeldwebel Josef Keil über Berlin der erste Luftsieg auf der Ta 152 gegen eine B-17, dem am 1. März im selben Luftraum der Abschuss einer P-51 folgte. Keil blieb mit fünf bestätigten Luftsiegen der einzige Experte auf diesem Flugzeugtyp. Den Schlusspunkt unter die Einsatzgeschichte des Musters setzte Oberfeldwebel Willi Reschke: Neben drei weiteren Abschüssen gelangen ihm am 30. April 1945 in der Endphase der Schlacht um Berlin gegen zwei sowjetische Jak-9 die letzten Erfolge auf der Ta 152.

Auch optisch spiegelte der Flugzeugbestand des JG 301 die prekäre Produktionslage jener Monate wider. Während die Fw 190A und die wenigen Bf 109G auf den Oberseiten zumeist noch den klassischen Sichtschutz aus RLM 74 Dunkelgrau und RLM 75 Mittelgrau trugen, verließen die neuen Ta 152H die Montagehallen bereits im neuen grünen Tarnschema aus RLM 81 und RLM 82 gemäß der Verfügung GL/C-E 10 Nr. 10585/43 (IVE) Az. 82b vom 21. August 1944. Bei den Fw 190D-9 und späten Bf 109G überwogen hingegen Übergangslackierungen, die das bewährte RLM 75 mit einem der neuen Grüntöne (RLM 81 oder RLM 82) mischten; ob dabei der Farbton RLM 83 tatsächlich Verwendung fand, bleibt in der Fachliteratur umstritten. Die Unterseiten erhielten standardmäßig RLM 76 Lichtblau oder eine der späten Ersatzfarben, darunter jenen markanten grünlich-blauen Ton, der in der Forschung als „RLM 84“ bezeichnet wird. Da die Endmontage zunehmend dezentral erfolgte, wichen zugelieferte Baugruppen wie Motorhauben, Landeklappen oder Leitwerke farblich oft deutlich voneinander ab oder blieben teils gänzlich unlackiert. Das einzige verbindliche Erkennungsmerkmal des Geschwaders verblieb das rot-gelbe Rumpfband der Reichsverteidigung.

Farben im Set:

261

Dunkelgrüner Tarnfarbton für die Oberseiten von Jagdflugzeugen der Luftwaffe ab 1944.

263

Hellgrüner Tarnfarbton für die Oberseiten von Jagdflugzeugen der Luftwaffe ab 1944.

262

Dunkelgrüner Tarnfarbton für die Rumpfoberseiten später Jagdflugzeuge der Typen Fw 190 und Ta 152. Einige Quellen ordnen die Bezeichnung RLM 83 einem Dunkelblau zu, wobei dieser Grünton als Variante von RLM 81 gilt.

269

Standardmäßiger hellblauer Farbton für die Unterseiten von Flugzeugen der Luftwaffe ab 1941.

288

Hellgelbe Farbe, die für Markierungen und die Identifikation von Flugzeugen der Luftwaffe verwendet wurde.

292

Leuchtend rote Farbe, die für Markierungen und die Identifikation von Flugzeugen der Luftwaffe verwendet wurde.

Passend für Modelle:

Focke-Wulf Fw 190 Würger, Focke-Wulf Ta 152 usw.

Produkttyp:
Farbset
Zustand:
Neu
Hersteller:
Arcus
Artikelnummer:
E2003, A2003
Herkunftsland:
Ukraine
Inhalt:
6 × 10 ml
Finish:
Halbglänzend
Farbtyp:
Emaille, Acryl
Inhalt:
Farbfläschchen (6 stk.), Karton
Nationalität:
Deutschland
Epoche:
Zweiter Weltkrieg (1939–1945)